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Inspektionsreise 2010

Bericht von Herbert Weihmann, Februar 2010

Liebe Paten, liebe Freunde,

wieder geht eine Inspektionsreise zu Ende. Bisher habe ich Reisen vertretungsweise durchgeführt, dieses Mal trage ich die volle Verantwortung. Herr Hüske hat mich darauf vorbereitet und mich in den 4 Wochen per  Telefon und Internet so unterstützt, dass ich hoffe, so wenig Fehler wie möglich gemacht zu haben.

Im Gegensatz zu den arktischen Temperaturen in Deutschland habe ich unter der Hitze, die sich so zwischen 30 und 40 Grad bewegte, doch schon gelitten.

Die diesjährige Reise war breit angelegt, hatte aber den Schwerpunkt des Ausbaus und der Erneurung unserer Heime. Es gab viel Positives, aber, wie soll es anders sein, auch Dinge, die ausgesprochen ärgerlich waren. Meine Erkenntnis ist vor allem, dass eine 4-wöchige intensive Arbeit bei weitem nicht ausreicht, um alle auftretenden und aufgetretenen Probleme abschließend zu lösen. Hier bin ich auf die Hilfe unserer indischen Mitarbeiter, die vor allem kompetente Dolmetscherdienste leisten, angewiesen. Dankbar war ich auch, dass unser Mitglied Herr Rüther in wesentlichen Aufgaben die Initiative übernommen hat und es noch weiter tut, denn er wird  noch ein paar Wochen bleiben. So ist es wieder einmal gelungen, die vielen Patenanfragen und Wünsche erfolgreich zu klären bzw. zu beantworten.

Natürlich haben wir auch Heime, z.T. ganz gezielt und unvermutet, "überfallen". Die große Masse der eigenen und auch der fremdgeführten Häuser gibt, wie auch in den letzten Jahren, kaum Anlass zu Beanstandungen. Kleinere Mängel werden vor Ort sofort abgestellt. In diesem Jahr haben wir 2 Heime angetroffen, in denen die Kinderzahlen deutlich von den Registrierungen bei der Patengemeinschaft abwichen. Der Schaden wird nach ernsthafter Ermahnung umgehend bereinigt werden

Berufsausbildung

Erstaunlich ist, dass Sie, die Paten, sich immer  mehr auf die Berufsausbildung Ihrer Kinder konzentrieren und dafür zu besonderen finanziellen Leistungen bereit sind. Ich erkläre mir das so, dass Sie wissen, dass der Schulbesuch mittlerweile Standard ist, und keiner besonders kontrollierenden Betrachtung mehr bedarf. Erfreulich ist auch, dass in fast allen Heimen mittlerweile Bemühungen erkennbar sind, Englischkenntnisse zu vermitteln. Die Anstrengungen sind da, aber die Früchte sind bei weitem noch nicht reif. Ich habe für die Kinder in Kerala Lernkurse von Malayalam zu Englisch auf CD mit Begleitbuch gefunden und zur Prüfung ausgegeben. Die Lehrer und die Kinder sind begeistert. Nun müssen wir ähnliches auch für die Heime in Tamil Nadu beschaffen – das sind ungleich mehr und es ist eine andere der 14 in Indien gültigen Sprachen.

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