Startseite | Impressum | Weitersagen | Sitemap
Projekte > Children‘s Orthopedic Centre > Bericht von Dr. Jürgen Zippel

Bericht über die Kinder-Orthopädie Mylaudy 2013/2014

Kurzzeitig sah es so aus, als ob diese „Saison“ die zehnte und letzte hätte werden müssen. Trotz intensivster Suche nach einem Nachfolger für mich wurden wir unter den europäischen Kinderorthopäden nicht fündig. Da ich mich eigentlich schon lange vorher festgelegt hatte, dass diese Saison aus Altersgründen für mich hätte die letzte hätte werden sollen, sah die Zukunft der Kinderorthopädie in Mylaudy nicht sehr einfach aus.

Es fand sich dann aber glücklicherweise ein neuer, sehr großzügiger Sponsor: „J2xU-Stiftung“ aus Hamburg. Diese versprach die Finanzierung für weitere zwei Jahre weitgehend zu sichern, mit der Möglichkeit auch einen indischen Kollegen bezahlen zu können. Aber die Suche nach einem qualifizierten Kinderorthopäden aus Indien erwies sich bisher als sehr schwierig. Solche Kandidaten gibt es wohl, aber sie wollen lieber im Norden, im „Speckgürtel“ Indiens, arbeiten. Unser Arbeitsplatz liegt eben doch in einer sehr abgelegenen Gegend im Süden Tamil Nadus.

So habe ich beschlossen, die Klinik selber noch ein Jahr fort zu führen. Wir werden weiterhin nach einem indischen Kollegen Ausschau halten. Außerdem haben wir die Aussicht auf eine Kinderorthopädin aus Berlin für das dann kommende Jahr.

Es wäre ein wahrer Jammer gewesen, die Kinderorthopädie jetzt zu schließen. Diese Saison war wieder ein großer Erfolg, und es würde schwer fallen, sie im Stich zu lassen. Es stehen noch so viele Operationen an, und Folgebehandlungen wären nicht gesichert. Die Nachfrage und Not von Eltern und ihren Kindern ist weiterhin groß.

Auch ist die Station jetzt in bestem Zustand und das Personal zuverlässig und gut eingearbeitet. Die Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden hat sich weiter verbessert und unsere Arbeit wird inzwischen auch sehr gewürdigt. Das ändert zwar an den üblichen bürokratischen Problemen in Indien wenig, macht die Arbeit aber doch etwas leichter.

Wieder hatten wir eine große Zahl an selbstlos mitarbeitenden Gästen bei uns. Sie spendieren nun schon seit Jahren ihre Ferien für Mylaudy. Ohne deren Hilfe hätten wir das Projekt auch gar nicht zu einem Erfolg bringen können.

> Seite 2