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Bericht über die Kinder-Orthopädie Mylaudy 2012/2013

Nebenbei wurden wieder Fortbildungen und Kurse für indische Ärzte und Physiotherapeuten organisiert, um die in Indien sich erst langsam entwickelnde Behandlung von Klumpfüßen nach PONSETTI und die neurophysiologische Krankengymnastik weiter bekannt zu machen. Das führt dazu, dass neben unserer Arbeit auch eine Nachhaltigkeit für die Region erzielt werden kann.

Da uns auch viel daran liegt, die sozialen Verhältnisse in unserer unmittelbaren Nachbarschaft in Mylaudy zu verbessern, konnte mit Hilfe von "Arche NOA" aus Aachen die Zahl der bezahlten Nähkräfte in unserer Näherei erhöht werden. Auch die Nähschule für junge Frauen wurde erweitert. Eine neue Sozialarbeiterin wurde eingestellt und wieder Milchziegen verteilt.

Auch wurden fünf kleine Kooperativen gegründet, wobei jeweils vier Frauen aus dem Dorf jeweils 25 besonders legefreudige Hühner erhielten und für zwei Monate das notwendige Futter. So konnte das Familienbudget mit dem Verkauf der Eier aufgebessert werden.

Unsere größte Freude neben unseren kleinen Patienten sind die drei Kinderheime der Patengemeinschaft auf unserem Grundstück. Hier haben auch viele unserer Gäste ihre Patenkinder und es kommen jedes Jahr neue Patenschaften hinzu. Die Spendenbereitschaft unserer Gäste ist unglaublich hilfreich.

Wie jedes Jahr gilt mein Dank nicht nur unserem guten und fleißigen Personal, dabei insbesondere unserem Leiter Mr. Samuel und unserer Krankenschwester Shyla. Shyla ist so zuverlässig geworden wie in Indien kaum üblich. Ohne unsere vielen treuen selbstzahlenden und mitarbeitenden Gäste aus Deutschland ließe sich die Qualität unserer Arbeit nicht erreichen.

Häufiger Besuch von Baby-Paul aus der Zentrale der Patengemeinschaft in Kolenchery hilft bei Schlichtung der unvermeidlichen Probleme unter dem Personal. Der jährliche Besuch unseres Vorsitzenden Herbert Weihmann stärkt das Gefühl der konstruktiven Zusammenarbeit insbesondere zwischen unserem Kinderheim und der Kinderorthopädie.

Sorgen machen weiterhin die laufend steigenden Kosten durch die jährlichen Preiserhöhungen in Indien, wobei wir uns natürlich bemühen, die Betriebskosten so niedrig wie möglich zu halten.

Im Namen unserer vielen kleinen Patienten gebührt unseren Spendern wieder ein großer Dank. Besonders danke ich der Rudolf-Augstein-Stiftung, der Jan-Groenewold-Stiftung, der Nordheim-Stiftung und der Fleet-Klinik-Hamburg.

Am 22.03.2013 verließen meine Frau und ich Mylaudy. Es waren noch einige Patienten in der Klinik, die von einem jungen Arztehepaar aus Berlin bis zur Entlassung versorgt wurden.

Bis zur nächsten Saison Ende Oktober 2013 –
Jürgen Zippel

SPENDENKONTO:
Patengemeinschaft für hungernde Kinder e. V.
Stichwort "Kinderorthopädie Mylaudy"
Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, BLZ 230 527 50, Konto Nr. 50229

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