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Projekte > Children‘s Orthopedic Centre > Dr. Jürgen Zippel

Warum der Hamburger Orthopäde Dr. Zippel keinen Ruhestand kennt

Weil er schon immer "ohne Bezahlung für diejenigen
arbeiten wollte, die es bitter nötig haben", entwickelte
Dr. Jürgen Zippel nach seiner Pensionierung im Jahre 2002 das Konzept für eine Orthopädiestation mit Reha-Zentrum für Kinder in Südindien. Von Beginn an führte Dr. Zippel Operationen durch, richtete Klumpfüße, schiente Arme, verkürzte oder verlängerte Beine, renkte Hüften ein, überwachte die Anfertigung von Prothesen und koordinierte die physiotherapeutische Behandlung der kleinen Patienten.

Jedes Jahr verbringen er und ein Team aus Ärzten, Physiotherapeuten und Pflegern einige Monate im Jahr im südindischen Mylaudy, um hier freiwillig und ohne Bezahlung dringend benötigte medizinische Arbeit zu leisten.

Dr. Zippel (Jahrgang 1937) arbeitete in der Unfallchirurgie und machte sich später als Orthopäde in einer Gemeinschaftsklinik selbstständig. Während dieser Zeit entwickelte er sich zum Spezialisten für Kinderorthopädie an der Hamburger Kinderklinik Bleickenallee.

Das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer ist gerade in einem Land wie Indien für die dort lebenden Menschen ein großer Glücksfall: ohne jedwedes soziales Netz können sich viele schon die einfachste medizinische Behandlung nicht leisten. Ein Beinbruch ist nach dem Glauben vieler Inder ein von Gott gewolltes Schicksal, um das sich niemand kümmert. So können selbst die einfachsten Unfälle durch nicht stattfindende Behandlung und Nachsorge zu Behinderung und Arbeitsunfähigkeit führen und ganze Familien in den Ruin stürzen. Viele Kinder werden oft aufgrund einer körperlichen Behinderung von den Eltern verstoßen, wobei diese Behinderungen nicht selten Folgen von nicht oder nicht ausreichend behandelten Unfällen sind.

Pressemeldungen/Links:
> Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 12/2007
> Hamburger Abendblatt vom 25.12.05
> Bericht des Gesundheits ,- und Krankenpflegeschülers Johannes Köhler