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Projekte > Children‘s Orthopedic Centre > Bericht von Johannes Köhler

Johannes Köhlers Zeit im COC

Johannes Köhler umgeben von KindernLiebe Freunde der Patengemeinschaft,

mein Name ist Johannes Köhler, ich bin Gesundheits- und Krankenpflegeschüler und habe im Rahmen eines freiwilligen Praktikums 8 Wochen (vom 6.1.08 bis 1.3.08) im COC verbracht, um dort Erfahrungen zu sammeln und zu helfen. Nachfolgend möchte ich ein wenig von meiner Zeit dort berichten.

Der Flug verlief nach Plan und ich landete erschöpft, aber glücklich in Trivandrum. Dort wurde ich von David, einem Angestellten der Patengemeinschaft, der für einige Kinderheime, die Familienhilfe und auch das COC verantwortlich ist, herzlich in Empfang genommen und wir machten uns auf den Weg nach Mylaudy. Beim ersten Zwischenstop in einer kleinen Teestube erzählte er mir etwas über die Organisation und die Mitarbeiter, wodurch er meine Erwartungen noch mehr steigerte .

Ich kam dann um 7:00 an und dachte, ich sei im Paradies, als der Wachmann salutierend das Tor öffnete und ich ein wunderschön angelegtes Gelände voll pflanzlicher Vielfalt und Blütenpracht erblickte. Bei meinem ersten Frühstück lernte ich dann das Ehepar Ropohl und Sol kennen, freiwillige Helfer und selbst Paten, die mir viel über die Patengemeinschaft und ihre Arbeit insbesondere in Mylaudy erzählten. Jörge Rohpol ist Orthopäde, er unterstützt Dr. Zippel und war schon öfter im COC, seine Frau Maike ist Allgemeinärztin. Sol kommt aus Berlin, sie hat in Mylaudy Englischunterricht für die älteren Mädchen eingeführt und hilft auch bei der Schwimmtherapie. Am Nachmittag fuhr ich dann mit Maike und Jörge und ihren Patenkindern nach Kanyakumari. Später traf ich dann auch alle anderen Mitarbeiter und fühlte mich gleich wie in eine Großfamilie aufgenommen.

Ich lernte den Arbeitsablauf in der Ambulanz kennen und freundete mich schnell mit den Heimkindern an. Zu meinen Aufgaben zählten die prä- und postoperative Versorgung von Patienten, das Assistieren bei der Gips- und Wundversorgung, Unterstützung von Patienten bei der Krankengymnastik, Transport von Patienten, Organisation und Planung des Tagesablaufes und Dokumentation. Das Leben und Arbeiten wurde mir durch alle Beteiligten sehr einfach gemacht. Die Arbeit mit den deutschen Ärzten und auch den indischen Mitarbeitern machte während meines gesamten Aufenthalt viel Spaß und ich konnte eine Menge an Erfahrungen und Wissen sammeln. Ab und Zu unternahm ich Einkaufstouren mit Tambi und lernte so ein wenig besser die indische Mentalität kennen und schätzen.

Das ganze Gelände und die Atmosphäre machten auf mich einen professionellen und harmonischen Eindruck. Während meines Aufenthalts hatte ich des öfteren Gelegenheit, Ausflüge allein und auch mit Gästen und Angestellten zu unternehmen. Meine Zeit dort war das beste, was mir in meinem kurzen Leben bisher passiert ist und dafür möchte ich mich hiermit recht herzlich bedanken. Ich versuche, auch weiterhin in Kontakt mit den Ärzten, Angestellten und den Kindern zu bleiben und plane, soweit es mir meine Arbeit erlaubt, auch wieder nach Mylaudy zu fahren, um ein wenig vor Ort helfen zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Köhler