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6. Reise nach Sivakasi im Januar 2013

Liebe Freunde und Unterstützer des Kidz Shelter in Sivakasi!

WillkommenVor jeder Reise nach Sivakasi sind wir etwas aufgeregt und voller Fragen: wie viele der Kinder, die beim letzten Mal da waren, sind noch im Heim? Wer kommt z.B. woher aus den umliegenden Slums? Wie ist die Schulsituation der Kinder? Was wird dringend benötigt, um das Leben der Kinder und das der Betreuer zu erleichtern...

Als wir uns in diesem Jahr auf den Weg gemacht haben, hatten wir im Kopf schon ein mögliches Programm für den Ablauf der Tage, aber entsprachen unsere Ideen auch den Bedürfnissen der Menschen im Shelter?

Wie schon in den letzten Jahren begleitete Paulose uns auf unserer Fahrt und gab uns vorab einige wichtige Informationen. Paulose ist der älteste Mitarbeiter der Patengemeinschaft für hungernde Kinder in Indien, unter deren Dach auch das Kids Shelter in Sivakasi gehört und deren Mitarbeiter im Büro in Kolencherry alle Heime betreut, regelmäßig besucht und Sorge dafür trägt, dass den Bedürfnissen der Heime und Familien angemessen Rechnung getragen wird. So war uns auch in diesem Jahr Paulose ein wichtiger Ratgeber und Begleiter, denn die Suche nach einem neuen Heim für die Kinder stand ganz oben auf der Tagesordnung. Das Haus, das wir vor 3 Jahren gemietet hatten, hat sich in der Zwischenzeit als zu eng erwiesen, d.h. wir können hier nur höchstens 20 Kinder zum Schlafen und weitere 20 zur Beköstigung tagsüber unterbringen, obwohl - wie wir immer wieder vom Heimleiter gehört haben - der Bedarf deutlich höher ist. Im Juni müsste der Mietvertrag erneuert werden und dann gleich für zwei weitere Jahre.

Da es – das ständige Suchen des Heimleiters, Herrn Sutharkar, hat es gezeigt – nicht leicht ist, ein Haus zu mieten, stellte sich schon im Vorfeld die Frage nach einem Hauskauf. Angesichts der steigenden Grundstücks- und Baupreise in Indien galt es ein Haus zu vertretbaren Preisen zu finden. All diese Überlegungen bestimmten den Ablauf unseres mehrtägigen Aufenthalts in Sivakasi.

Aber zunächst einmal ging es darum, die Kinder zu begrüßen, die sehnsüchtig auf uns warteten und uns - wie üblich - mit Blumen und Ketten aus Sandelholzperlen stürmisch begrüßten. Unser Besuch ist für sie, so scheint uns, eine kleine Unterbrechung im alltäglichen Trott und deshalb freuen sie sich uns zu sehen, für uns zu singen und zu tanzen. Immer wieder schütteln sie uns die Hände, streichen sanft über unsere weißen Arme oder befühlen unser weißes Haar oder wagen sich gar, die Wange zu küssen.

Englischunterricht beim Licht der neuen LampenNatürlich sind sie auch gespannt, was wir ihnen mitgebracht haben, also werden erst einmal die Süßigkeiten verteilt. Unsere weiteren Mitbringsel waren neben Malstiften und Spielen zwei Lampen, die mit Sonnenkollektoren ausgestattet sind und leuchten, wenn die tägliche Stromsperre - die maximal 12 Stunden pro Tag dauert und auf verschiedene Tageszeiten verteilt wird - das Heim in den Abendstunden in Dunkelheit hüllt. Leider konnten die Spender dieser Lampen aus Lieferschwierigkeiten uns nicht die vorgesehenen vorgesehenen fünf Exemplare mitgeben. Im abendlichen Englischunterricht am nächsten Tag konnten wir den Einsatz der Lampen dann schon gut testen.

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